NACHLESE ZUR 800-JAHR-FEIER

Die Ortsgemeinde Dohr feierte am 04. und 05.09.2010 bei herrlichem Sonnenschein ein prächtiges Fest, das Einheimische und Besucher gleichermaßen begeisterte.

Zum Gelingen des Festes haben die vielen Helfer aus den örtlichen Vereinen, die Grundschule Cochem-Dohr, die Astrid-Lindgren-Schule Dohr und der Kindergarten Cochem, die Integrativ/heilpädagogische Kindertagesstätte „Regenbogen“ Dohr sowie die Tanzgruppe des TV Cochem mit ihren Darbietungen und Spielangeboten beigetragen.

Bereits der Auftakt des Festes mit den Kindern der Grundschule Cochem-Dohr, die den Schnoak nach einem alten Pfingstbrauch durch das Dorf trieben, war gelungen.

Nach Begrüßung der Gäste und einer kurzen Ansprache durch Ortsbürgermeister Alois Franzen würdigte Landrat Manfred Schnur als Schirmherr die vielen Aktivitäten, Programmpunkte und Veranstaltungen der 800-Jahr-Feierlichkeiten. Ein Ereignis wollte er aber denn doch herausgreifen: „Die Überführung der alten Dohrer Glocke, die die Glockengießerei in Brockscheid der Gemeinde als Dauerleihgabe überlässt. Sie kann zwar noch nicht aufgehängt werden und deshalb mit ihrem Klang die Menschen noch nicht erfreuen, aber sobald am Friedhof der Glockenturm errichtet ist, wird sie dies tun können“, so Schnur. Er dankte Ortsbürgermeister Alois Franzen, dem Festausschuss und all den Menschen, die sich seit etwa einem Jahr mit den Vorbereitungen für das feierliche und große Jubiläum befasst hätten.

„Ich darf Sie beglückwünschen zu 800 Jahre Geschichte, zu den Feierlichkeiten mit einem ausgewogenen und dichten Programm. Aber auch darf ich Sie beglückwünschen zu dem, was Dohr heute bietet: den einheimischen und zugezogenen Menschen eine intakte Dorfgemeinschaft mit einem reichen Vereinsleben. Und trotz der Brandkatastrophen der Vergangenheit hat sich Dohr bis heute gut entwickelt. Die Menschen dürfen zufrieden sein! Nicht zuletzt bin ich gerne der Bitte nach Übernahme der Schirmherrschaft nachgekommen und freue mich, heute nicht nur als Landrat, sondern auch als Schirmherr mit Ihnen dieses Jubiläum zu begehen“, so Schnur.

Auch Bürgermeister Helmut Probst gratulierte zum 800-jährigen Bestehen der Ortsgemeinde Dohr und schloss sich den Dankesworten von Landrat Schnur an. Sein Dank galt aber nicht nur dem Festausschuss und den Organisatoren dieses Wochenendes, sondern auch den Bürgerinnen und Bürgern von Dohr: „Was hier im Vorfeld geleistet wurde und mit welchem Engagement Sie alle dieses ganz bedeutende Fest mitgestalten und erleben, ist bemerkenswert“, so Bürgermeister Probst. „Besonders an diesem Wochenende ist zu erkennen, wie stark die Dorfgemeinschaft hier Bestand hat. Die Bereitschaft, sich zu beteiligen und sich für das Gemeinwohl zu engagieren, sie wird auch in Zukunft gebraucht. Gerade kleine Kommunen sind, wie in der Vergangenheit, auf die Initiative, die Fantasie und die Tatkraft ihrer Bewohnerinnen und Bewohner angewiesen“, warb Probst für weitere aktive Beteiligung aller für die Gemeinde.

Dohr war bis in die 60er Jahre landwirtschaftlich geprägt. So durften historische landwirtschaftliche Geräte und der Betrieb einer Dreschmaschine nicht fehlen. Die historische Küche im Erdgeschoss und die historische Bilderausstellung im Obergeschoss des Gemeindehauses ergänzten eindrucksvoll den historischen Rahmen.

Neben einem reichhaltigen Angebot an Speisen und Getränken, für das die Feuerwehr Verantwortung übernommen hatte, wurden Marmelade nach Omas Rezept, Reibekuchen und Eierschmeer, Wurst- und Schmalzbrote sowie Wurstbrühe angeboten.

Die Strickfrauen boten selbst gefertigte Ware an.

Eingeleitet wurde der Sonntag mit der Überführung der alten Dohrer Glocke vom Friedhof zur Kirche und dem feierlichen Festgottesdienst.

Das Theaterspiel „Hinkehahns Hochzeit“, das bereits in den 50er Jahren von der damaligen Theatergruppe des Ortes aufgeführt wurde und in dem Emil Jansen und Regina Justen bereits damals mitspielten, war sicherlich einer der Höhepunkte des Festes.

Das Puppenspiel, in dem die Dohrer Geschichte für die Kinder aufbereitet wurde, und der Auftritt des Bürgermeisterchors rundeten das Programm ab.

Die musikalische Unterhaltung durch den Musikverein Dohr gab dem Fest einen feierlichen Rahmen.

Rhein-Zeitung Artikel zur 800-Jahr-Feier (pdf-Datei)